So, 24. Mai 2026 - 17:39
Lokalmatador Lario Kramer sorgt für heimischen Jubel
Nach jeweils fünf Siegen aus fünf Gängen trafen beim ersten Südwestschweizer Kranzfest der Saison 2026 folgerichtig Eidgenosse Lario Kramer und Teilverbandskranzer Johann Borcard aufeinander. Kurz vor Ablauf der dritten Minute fiel die Entscheidung zu Gunsten Kramers mit seinem Spezialschwung.

Ein Beitrag von
Manuel Röösli

Lario Kramer jubelt auf den Schultern von seinem Bruder Dorian (links) und Schlussganggegner Johann Borcard (rechts) über seinen 9. Kranzfestsieg der Laufbahn.
Fotograf: David Waser
Trotz drei Gästen aus dem Kanton Bern war von Anfang an klar, dass der Tagessieg über die heimischen Südwestschweizer führen würde. Als Favoriten traten die drei Eidgenossen aus der Romandie an.
Trio mit vier Siegen im An- und Ausschwingen
Die grösstenteils offensiv geführten Duelle führten dazu, dass sich drei Schwinger bis zum vierten Gang mit vier Siegen etwas absetzen konnten. Zu ihnen gehörte Eidgenosse Lario Kramer. Auch dank dem Lokalmatador durften die Organisatoren nicht weniger als 4000 Zuschauer in Murten auf dem Wettkampfplatz direkt am See begrüssen. Als ärgste Gegner Kramers zeichneten sich zudem Christoph Baeriswyl und Johann Borcard ab. Die beiden Teilverbandskranzer zeigten eine starke Leistung.
Im fünften Gang löste Eidgenosse und Topfavorit Kramer seine Pflichtaufgabe gegen den überraschenden Leon Pellet, Sohn der Legende Hanspeter Pellet, mit Bravour und sicherte sich als Erster den Einzug in den Schlussgang. Kurz darauf trafen die in den ersten vier Gängen vier Mal siegreichen Teilverbandskranzer Baeriswyl und Borcard im Direktduell aufeinander. Borcard setzte sich durch und sicherte sich den Einzug in die Endausmarchung.
Schlussgang
Für Johann Borcard war es die erste Teilnahme an einem Kranzfestschlussgang seit dem Südwestschweizer Schwingfest 2017 in Kerzers. Für den vier Jahre jüngeren Kramer war es bereits die 25. Teilnahme in einem finalen Duell an einem Kranzfest. Die Favoritenrolle war also klar verteilt. Und so überraschte es nicht, dass die Entscheidung bereits nach 2:45 Minuten mit Kramer-Spezial (Kombination aus Kopfgriff und Übersprung) fiel. Für Lario Kramer ist es 9. Kranzfestsieg der Laufbahn, der zweite nach 2022 am Freiburger Ehrentag.
Nicht in den Kampf um den Schlussgang eingreifen konnte Eidgenosse Romain Collaud. Ihm wurde ein Gestellter gegen den gut eingestellten Gastschwinger Silvan Galli im zweiten Gang zum Verhängnis. Trotzdem hatte sich der Freiburger schon nach fünf Gängen den Kranz gesichert. Um einen Spitzenplatz traf er zum Abschluss auf Steven Moser, der zuvor auch vier Siege und einen Gestellten aufs Notenblatt brachte. Dieses fade Duell endete gestellt. Damit konnte sich am Ende Christoph Baeriswyl Rang 2 sichern. Auf Rang 3 folgten Schlussgangverlierer Johann Borcard, Janis Wieland und Dorian Kramer.
Zwei Neukranzer
Unter die 18 Kranzgewinner reihten sich mit Ueli Wüthrich und Yannick Suchet auch zwei Neukranzer. Wie erwartet dominierten die heimischen Freiburger die Kranzbilanz in überlegener Manier. Ohne Kranz blieb Eidgenosse Steve Duplan.
- Freiburg: 15
- Waadt: 1
- Wallis: 2
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